Hausarbeit
Immer eins nach dem anderen
Unser Haus wurde in den Siebzigern gebaut und war von uns im "Urzustand" übernommen worden. Das war uns auch sehr recht, weil es leichter ist, auf einer soliden Grundsubstanz aufzubauen, als zuerst mißlungene Renovierungsversuche zu beseitigen. In jedem Fall wußten wir, daß viel Arbeit auf uns zukommt.
Das gesamte Haus hatte den Charme des letzten Jahrtausends - sogar die großblumige, grüngelbe Tapete gab es noch. Einen ganz kurzen Moment hatten wir tatsächlich darüber nachgedacht, diese an manchen Stellen zu belassen, aber die Vernunft siegte: Sie mußte einer moderneren Wandbekleidung weichen. Auch die Elektrik, die Deckenverkleidung und der Fußbodenbelag versprachen viele Stunden anstrengender Beschäftigung.
Die beiden größten Projekte waren das Bad und die Küche. Hier haben wir die meisten Veränderungen vorgenommen, da das Vorhandene wirklich nicht mehr dem heutigen Standard entsprach. Das Bad ist nun barrierefrei und die Küche tritt den Beweis dafür an, dass 6,5 qm, geschickt genutzt, genügend Platz für jedes Kochvergnügen bieten können. Das Bild links zeigt übrigens unser Schlafzimmer, das während der Renovierung des Bades als Zwischenlager für Baustoffe herhalten mußte.
Ab und zu werden wir gefragt, warum wir vieles selber machen, denn so dauerte doch alles viel länger. Für uns ist das Ergebnis der Arbeit umso schöner, gerade weil wir wissen, wie viel Zeit und Energie wir investiert haben. Da ist die Freude dann doppelt so groß.